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Thai-Burger, die glücklich machen und ein Haufen kleiner Rezepte

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Thai-Burger-4815Letzte Woche war ich mal wieder Burger essen, aber so wirklich begeistert war ich nicht. Die waren ok, aber mehr leider auch nicht. (Und das, wo ich zur Zeit so selten aus dem Familienchaos rauskomme.) Wer also den ultimativen Burger-Geheim-Tipp für Aachen hat, her damit!

Lange Rede, kurzer Sinn: Burger mag ich am liebsten selbstgemacht! Dann weiß ich was drin ist und kann von meinen liebsten Zutaten so viel drauf stapeln wie ich möchte. Und wenn ich mich komplett einsaue, dann störe ich mit dem Anblick höchstens meine Gäste (und sorge im besten Fall für Gelächter ;)) Außerdem muss ich nicht versuchen den Burger mit Gabel und Messer zu essen, sondern kann die Finger nehmen. Wie sich das gehört! Warum sollten man auch sonst sein Essen zwischen zwei Brötchenhälften packen?!
Und da an diesem Wochenende Besuch anstand, waren die selbst gemachten Burger schon fest eingeplant. Eine gute Chance ein gutes Rezept noch ein wenig zu verbessern und unsere Gäste und den Rest der Familie glücklich zu machen.

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Und das Beste an diesem Rezept ist, Ihr bekommt gleich mehrere Rezepte! Und vor allem eins für die beste Erdnusssoße – die habe ich jetzt soweit perfektioniert, dass ich die auch einfach so esse ;-) Und der Coleslaw ist auch super. Ob so als Mittagessen oder als Beilage zu einem asiatischen Essen. Die Patties machen sich als kleine Fleischbällchen auch bestens in einer asiatischen Nudelsuppe. Und die Gurken pimpen jedes öde Käsebrot! Also die Reste dieses Festessens sind sehr vielseitig verwendbar. Wenn das kein Grund ist sofort einkaufen zu gehen, dann weiß ich auch nicht ;-)

Ich mache die Burger meist mit gekauften Brötchen vom Bäcker (alle Aachener geht bitte zu Kaußen am Ponton und kauft Euch Mürbchen). Aber die asiatische Mischung funktioniert auch gut auf einem Stück Baguette. Die folgenden Rezepte für die ganzen Toppings hören sich aufwändiger an als sie sind. Es ist zwar eine Menge, aber ich habe das auch mit motzigem Kleinkind in etwa 2 Stunden hinbekommen. Und die Reste belohnen Euch auch noch ein paar Tage später!

Jetzt aber ran an die Buletten:

Für 4 – 6 Personen (je nach Hunger)

Burgerpatties

1 kg Hackfleisch Rind und Schwein gemischt (in diesem Fall deutlich leckerer, aber Rind pur geht auch)
2 kleine rote Zwiebel, feingehackt
2 Zehen Knoblauch, gerieben oder feingehackt
1 TL geriebener Ingwer
1 EL Mehl
2 EL Paniermehl
5 EL Sojasoße
2 EL Fischsoße
2 EL Sesamöl
1 Ei

  • Alle Zutaten zu einer gleichmäßigen Masse verkneten.
  • 8 – 12 Patties formen (je nach gewünschter Größe und Größe der Brötchen) und in einer heißen Pfanne in etwas Öl von jeder ca. 3 – 4 Minuten braten.
  • Wer hat, kann natürlich auch den Grill anwerfen.

Coleslaw
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ca. 500 g Rotkohl (oder Rot- und Spitzkohl), fein gehobelt oder geschnitten
2 Möhren, in Stifte geschnitten
1 rote Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
5 EL Olivenöl
4 EL Sesamöl
5 EL Apfelessig
2 TL Zucker
2 TL Salz

  • Alle Zutaten mischen und mindesten eine Stunde ziehen lassen und nochmal abschmecken.

Scharfe Gürkchen
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1/2 Salatgurke
1 rote Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 cm frischen Ingwer
1 TL Chiliflocken
1 1/2 TL Salz
2 EL Zucker
150 ml Apfelessig
150 ml Wasser

  • Essig, Wasser, Salz, Zucker und Chiliflocken erhitzen bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben.
  • In der Zwischenzeit Gurke, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in dünne Scheiben hobeln oder schneiden.
  • In einem Glas, das etwa 500 ml fasst, ein Drittel der Zutaten schichten. Etwas von der heißen Essigmischung aufgießen. Fortfahren bis alle Zutaten im Glas sind.
  • Verschließen und mindesten 1 – 2 Stunden marinieren lassen.
  • Nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

Erdnusssoße
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150 ml Kokosmilch
5 EL Erdnussbutter
5 TL Sojasoße
1/2 TL grüne Thaicurrymischung (ich hatte eine trockene Mischung, aber Paste geht bestimmt auch)
1 TL Zucker

  • Alle Zutaten erhitzen und mit dem Stabmixer zu einer sämigen Soße vermixen. Sollte die Soße zu flüssig sein, noch etwas Erdnussbutter dazu geben.

Chili-Ketchup
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8 EL Ketchup
2 TL Sriracha (oder mehr nach Geschmack)

  • Ketchup und Chilisoße verrühren.

Gebratene Ananas
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1/2 Ananas
etwas Öl
evtl. etwas Zucker

  • Die Ananas schälen, der Länge nach neben dem Strunk runterschneiden. Diese Stücke in 5 – 7 mm dicke Stücke schneiden.
  • In einer guten beschichteten Pfanne 1/2 TL Öl erhitzen. Die Ananasstücke nebeneinander legen und von beiden Seiten so lange braten bis sie Farbe bekommen. Eventuell mit einer Prise Zucker bestreuen, dann karamellisiert die Ananas noch besser.

Weitere Toppings

  • geröstete und gesalzene Erdnüsse, grob gehackt
  • Frühlingszwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
  • frischer Koriander
  • Röstzwiebeln

Wenn Ihr alle Topping vorbereitet habt, die Gäste eingetroffen sind und Ihr in Ruhe angestoßen habt, kann nach dem Braten der Patties das wilde Stapeln beginnen.

Die Brötchen mit etwas Chiliketchup bestreichen, auf die untere Hälfte etwas Coleslaw löffeln und ein Patty darauf packen. Jetzt kommen die scharfen Gürkchen und die Ananas, darauf kommt die Erdnusssoße und je nach Geschmack Frühlingszwiebeln, Koriander, Erdnüsse und Röstzwiebeln. Wer alles nimmt, wird mit einer perfekten Mischung aus süß, sauer, scharf, umami und cremig, knusprig, knackig und saftig belohnt.

Thai-Burger

Guten Appetit :-)

 

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