Gesches Foodblog

Klassiker – Rouladen

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Wegen zu viel Arbeit und zu wenig Wochenende gab es leider eine kleine Blogpause. Und weil mein Rechner und vor allem Aperture meine Bilder nicht wirklich rausrücken wollte, gibt es erst jetzt ein Update. Nach der Zaubertastenkombination Cmd + Alt scheint jetzt auch erstmal alles wieder zu funktionieren…

Nachdem ich jetzt fast den ganzen Sonntag mit Rechner-/Fotorettungsversuchen beschäftigt war, brauchte ich ein echtes Sonntagsessen. Rouladen! Natürlich gab’s den Plan schon gestern, aber heute passte es umso besser. Ich bin voll gefuttert und entspannt und jetzt kann ich auch wieder tippen ;)

So jetzt aber zur richtigen Geschichte:

Mittlerweile essen wir wirklich selten Fleisch. Aus den üblichen und momentan auch sehr „trendigen“ Gründen – Umwelt, Tierschutz und natürlich Gesundheit – nachhaltiger Konsum wie man neuerdings sagt. Wir könnten es uns bestimmt auch öfter leisten, aber dazu muss man erstmal zum Metzger. Und weil der schon um 18.30 Uhr schließt und ein normaler Bürotag bei uns meist länger dauert, ist Fleisch ein seltenes Vergnügen geworden. Dafür schmeckt es dann umso besser. Und man kann sich wirklich dran gewöhnen…

Gestern war ich also endlich mal wieder beim Biometzger. Rinder-Rouladen und frische Bratwürstchen hab ich erstanden. Vier Rouladen um genau zu sein sind es geworden. Zwei hab ich ganz klassisch gefüllt und die anderen beiden freestyle-mediteran. Beide Sorten und die Soße sind wirklich gut gelungen und damit Ihr alle auch in den Genuss kommt, gibt es heute eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Klassisch (Zutaten jeweils pro Roulade)

1/2 Schalotte
2 Scheiben Speck
1 TL scharfer Senf
1 saure Gurke
Salz, Pfeffer

Freestyle

1 TL grober Senf
1/2 TL Orangen-Senf-Soße
1 getrocknete Tomate in Öl
1 TL Kapern
1 Scheibe Speck
6 Blätter Rucola
Salz, Pfeffer

Für die Soße

2 Schalotten
2 kleine Möhren
1 EL Tomatenmark
ca. 200 ml Weißwein
1 EL Balsamico
Salz
Pfeffer
1 Lorbeerblatt
Wasser

Die klassische Variante mit Speck, Gurken und Zwiebeln wird so zubereitet:

  • Die Roulade salzen und pfeffern. Mit Senf bestreichen.
  • Dann mit 2 Scheiben Speck belegen.
  • Jetzt werden Gurkenscheiben und Zwiebeln gleichmäßig über die Hälfte verteilt.
  • Jetzt wir gerollt. Möglichst eng zusammenrollen und anschließend mit einer Rouladennadel oder einem Zahnstocher verschließen. Man kann die Rouladen auch mit Küchengarn zusammenbinden.

  • Die „Freestyle“-Roulade funktioniert genauso.
  • Salzen und pfeffern und mit den beiden Senfsorten bestreichen. Mit Speck, getrockneter Tomate und Zwiebel belegen.
  • Die Kapern darüberverteilen und die Rucolablätter oben drauf geben.
  • Jetzt die Roulade wie eben beschrieben zusammenrollen und feststecken.
  • Schalotten und Möhren für die Soße grob würfeln.
  • Jetzt werden die Rouladen in etwa 2 EL Olivenöl kräftig angebraten. Je nach Topfgröße portionsweise braten. Die Rouladen müssen ordentlich Farbe nehmen, damit die Soße später auch schön dunkel und lecker wird.
  • Die Rouladen aus dem Topf nehmen und das Gemüse anrösten.
  • Wenn das Gemüse etwas Farbe bekommen hat, das Tomatenmark dazugeben und etwa 5 Minuten mit rösten. Das Rösten vom Tomatenmark ist wichtig für den Geschmack der Soße, so wird die Soße schön dunkel und kräftig, schmeckt aber nicht nach Tomate.
  • Jetzt wird das Gemüse mit Balsamico und Weißwein abgelöscht. Alles ordentlich aufkochen und die angebackenen Reste vom Topfboden lösen. Also gründlich rühren.
  • Die Rouladen wieder in den Topf geben und mit Wasser auffüllen bis alles knapp bedeckt ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und ein Lorbeerblatt dazugeben. Deckel schließen und bei kleiner Flamme etwa 1 – 1,5 Stunden köcheln lassen.
  • Nach 1,5 Stunden die Soße abschmecken. Die Rouladen und das Lorbeerblatt herausnehmen und die Soße mit dem Pürierstab glatt rühren.
  • Die Rouladen wieder in die Soße geben und warmhalten. In der Zwischenzeit die Beilagen zubereiten.
  • Wir haben bunte Spätzle und ein wenig Gemüse in Butter gedünstet dazu gegessen.
  • Guten Appetit!

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