Gesches Foodblog

Baguette selbstgemacht

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Zum Geburtstag hab ich ein tolles Backbuch geschenkt bekommen „Die Backbibel“ von Paul Allam & David McGuiness. Sehr schönes Buch mit tollen Fotos und Rezepten… Einen detaillierteren Bericht werd ich nachliefern, wenn ich noch ein paar Rezepte ausprobiert hab.

Außerdem hab ich mir nach dem gelungenen Mousse au Chocolat Experiment ein Buch von Hervé This-Benckhard gekauft „Rätsel und Geheimnisse der Kochkunst“.

In beiden Büchern sind schöne Baguette-Rezepte drin. Nachdem ich mir alles gründlich durchgelesen hab und auch noch unser Brot aufgefuttert war, hab ich mich an den großen Baguette-Test gemacht. Natürlich habe ich die Rezepte etwas angepasst (stur nach Rezept kann ich einfach nicht hantieren ;)).

Einfaches weißes Baguette hab ich bisher noch nicht gebacken, aber ich kann vorab schonmal sagen: Es funktioniert!

Zwei kleine Bauguettes

200 g Weizenmehl
100 g Hartweizengrieß
1/2 Päckchen Trockenhefe
1/2 TL Sauerteigextrakt (Alnatura)
5 g Salz
170 ml warmes Wasser
1 TL Puderzucker

  • Hefe, Puderucker und das warme Wasser zusammenrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen. Der Zucker ist Treibstoff für die Hefe. Es fängt schnell an zu blubbern und zu schäumen. Also kein zu kleines Schälchen benutzen, sonst läuft’s über.
  • Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit der Hefemischung gründlich verkneten. Das Salz in etwas Wasser auflösen und einkneten.
  • Der Teig sollte 15 Minuten geknetet werden. Er muss sich gut auseinander ziehen lassen. Beim Kneten den Teig immer wieder auseinander ziehen und wieder zusammenfalten. So verteilt man die Hefe gleichmäßig im Teig.
  • Der Teig muss eine feste Kugel sein, die aber nicht zu trocken ist. Er bleibt ein wenig an der Schüssel kleben, aber beim Kneten löst er sich gut von den Händen.
  • Den Teig in die Schüssel legen, mit einem sauberen Tuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Der Teig muss sich fast verdoppeln.
  • Nun den Teig nochmal ordentlich durchkneten und immer wieder ziehen und falten. Dei Hefe hat sich beim Gehen vermehrt und wird so gut verteilt. 15 Minuten sollte man schon kneten.
  • Den Teig in zwei Stücke teilen. Die Stücke nacheinander zu einem Baguette formen. Dazu das Teigstück zu einem Rechteck platt drücken.
  • Das Rechteck gedanklich dritteln und die lange Kante in die Mitte schlagen.
  • Das andere Drittel darüber legen.
  • Nocheinmal mittig falten und die Naht gut zusammendrücken und nach unten drehen.
  • Die beiden Baguettes wieder 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  • Den Backofen auf 200° C Ober-Unterhitze vorheizen.
  • Wenn das Baguette seine 30 Minuten Ruhe hatte, schräg einschneiden. Am besten funktioniert’s mit einem richtig scharfen Messer oder einem Sägemesser.
  • Den heißen Backofen mit Wasser anfeuchten – es müssen richtige Nebelschwaden entstehen. Der Nebel macht eine schöne Kruste ohne dass das Brot zu sehr austrocknet.
  • Baguettes in den Ofen schieben und 10 Minuten backen. Das Blech drehen und weitere 15 Minuten fertig backen.
  • Das Blech aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und das erste Stück mit Butter und einer Prise Salz probieren.

Es gibt nichts besseres als warmes selbstgebackenes Brot!

2 Kommentare

  1. Pingback: No-Knead-Bread – Unglaubliches Brot, ganz einfach! | Reine Topfsache

  2. hey gesche! ich hab das baguette-rezept gelesen. klingt wunderbar! doch mir fehlt der hinweis, in welchem moment das sauerteigextrakt zum einsatz kommt. wird es wie beim sauerteigbrot zuerst angesetzt?